Irgendwann zwischen 2021 und 2023 begann in vielen Unternehmen der Wechsel von statischen PowerPoint-Decks zu dynamischeren Präsentationsformaten. Power BI-Dashboards, interaktive Excel-Modelle, manchmal auch spezialisierte FP&A-Tools. Die Frage ist: Was hat sich dadurch für erfahrene Presenter wirklich verändert?
Was tatsächlich hilft
Interaktive Dashboards haben einen echten Vorteil in Situationen, wo Folgefragen sofort visuell beantwortet werden können. Wenn jemand fragt, was passiert, wenn der Rohstoffpreis um 15 Prozent steigt, und man das live zeigen kann, verändert das die Qualität des Gesprächs spürbar.
Das setzt aber voraus, dass das Modell sauber gebaut ist und der Presenter es sicher bedienen kann. Ein Tool, das man unter Druck nicht flüssig navigieren kann, macht die Situation schlechter, nicht besser.
Was weniger gebracht hat als erwartet
- Animierte Diagramme, die Zeit kosten aber keine Information hinzufügen
- Dashboards mit zu vielen Kennzahlen ohne klare Priorisierung
- Tools, die im Meetingraum wegen technischer Probleme nicht starten
Das beste Tool ist das, das man unter Druck sicher beherrscht. Nicht das technisch beeindruckendste.
Die eigentliche Kompetenzverschiebung
Erfahrene Presenter berichten, dass der größte Lernaufwand der letzten Jahre nicht in neuen Präsentationstechniken lag, sondern im Umgang mit Datenmodellen und deren Grenzen. Zu wissen, was ein Tool nicht kann und das offen zu kommunizieren, ist heute eine unterschätzte Stärke.
Wer das beherrscht, wirkt glaubwürdiger als jemand, der ein perfekt aussehendes Dashboard zeigt, das bei der ersten Detailfrage zusammenbricht.